Stopover am Hamburger Hauptbahnhof um Widrigkeiten durch Unpünktlichkeiten zu entgehen. (Foto: Atenhauser)Mit der Eisenbahn fahre ich seit Jahrzehnten. Das war früher ein Abenteuer für mich – und ist es heute noch, allerdings aus anderen Gründen.
Zurück zu den Anfängen: Zu einer meiner ersten Bahn-Erinnerungen zählt ein von einem Gespann aus Dampf- und Diesellok gezogener Personenzug, der mich aus einem Schwarzwald-Aufenthalt in meine neue Heimat Bayern bringen sollte. Das ist bald 55 Jahre her. Als Schuljunge fuhr ich in den Sommerferien mit der Bahn zurück in die alte Heimat Nordrhein-Westfalen, selbstverständlich mit dem Zug, teilweise auch alleine. Der Blick auf den Rhein aus dem geöffneten Abteilfenster mit der Nase im warmen Fahrtwind gehört zu meinen schönsten Bahnerlebnissen. Ich stieg am Münchner Hauptbahnhof in den Zug ein und kam am Dortmunder Hauptbahnhof zur angekündigten Zeit sicher an. Anfangs zog eine kobaltblaue E10 den Fernzug, später spannte die Bahn die elegante purpurrot-beige E103 vor den Intercity. Damals stand die Bahn für Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit.
Tempi passati.
Es gibt ganz große Modellbahnen für den Garten und ganz kleine für den heimischen Tisch. Jede Größe bietet Vor- und Nachteile, Platzverbrauch konkurriert mit Detail-Genauigkeit. Die Größe bestimmt oft die Machbarkeit, auch was die Kosten betrifft.
ICE-Streifen dieser Tage am Münchner Hauptbahnhof, gesehen vom Holzkirchner Bahnhof aus. Als leidgeprüfter Bahnkunde denke ich mir: neue Züge sollen für mehr Komfort und schnellere Verbindungen stehen. Doch der Alltag auf deutschen Gleisen sieht heute anders aus: Verspätungen und Zugausfälle prägen das Bahnbild vieler Fahrgäste. Die alten Zeiten waren nicht unbedingt besser: Wirklich schneller war man auch nicht unterwegs. Vor vielen Jahrzehnten gab es gar keine Klimaanlagen, die hätten ausfallen können. Gut, man konnte die Fenster öffnen, sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen – musste aber dafür über Fenster auf oder Fenster zu mit den anderen Zugabteil-Bewohnern reden.